Lesedauer: 9 Minuten

Dieses Buch solltest Du lesen, wenn:

  • Dich interessiert der Lehrplan der Seele

  • Dich interessiert einer der wesentlichen Aspekte hinter der Reinkarnation

Worum geht es in ‚Junge Seelen Alte Seelen‘?

Einen wesentlichen Beitrag zu meinem persönlichen Verständnis des Großen Ganzen hat dieses Buch von Hasselmann und Schmolke geleistet. Nachdem alle Menschen einen grundlegend gleichen Verlauf ihres Lebens haben – Geburt, Leben, Tod -, nur das Leben unter anderen soziodemografischen, familiären und psychologischen Rahmenbedingungen stattfindet, taugt das Leben eines Menschen natürlich bestens für einen Vergleich mit dem eines anderen. Allerdings haben auf seelischer Ebene nicht alle Menschen dasselbe zu lernen, auch wenn sie sich im selben Zeitalter unter denselben gesellschaftlichen und globalen Rahmenbedingungen wiederfinden. Es wirkt kein Zufallsprinzip. Du ziehst keine Kugel aus einem Hut, die Dir Deine Lerninhalte für dieses Leben vorgibt. Es steht hinter allem ein Plan, eine Reihenfolge und natürlich ein Sinn. Es gibt nicht die eine Sache, die Du/wir alle in diesem Leben lernen oder verstehen musst/müssen. Für jeden ist es etwas anderes. Nur das endgültige Ziel ist dasselbe für alle.

Varda Hasselmann Junge Seelen Alte Seelen

*Werbelink

Die persönliche Definition eines erfolgreichen Lebens hängt allerdings sehr vom Individuum und den gerade vorherrschenden gesellschaftlichen Normen ab. In der westlichen Welt und praktisch allen Industrienationen, war lange Zeit und ist auch heute noch vorwiegend der wirtschaftliche und soziale Faktor ein Indikator für ein erfolgreiches Leben, besonders im Vergleich mit anderen Menschen. Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Der soziale Status und der Reichtum lassen sich nun mal objektiver und einfacher vergleichen, als seelisches Wachstum. Allerdings steht sozialer Status und Reichtum natürlich in keinerlei Zusammenhang mit dem Erfolgsgrad auf seelischer Ebene. Eine wesentliche Lücke in meinem Verständnis war bis vor diesem Buch, wie das Schulsystem der “Schule Erde” aufgebaut ist und wie der Lehrplan aussieht. Welche sinnvolle Erklärung kann es dafür geben, dass es so vielen Menschen, die nicht gerade eine Auszeichnung in Nächstenliebe erhalten würden, ein solch wirtschaftlich “angenehmes” Leben verbringen können. Es ist heute aber auch bekannt, dass der durchschnittliche Obdachlose genauso (un-)glücklich ist, wie der durchschnittliche Millionär. Der wirtschaftlich Erfolgreiche hat also vielleicht dadurch den ein oder anderen Vorzug in seinem Leben aber dennoch Baustellen anderer Art.

“Die seelischen Bedürfnisse spielen in jedem einzelnen Inkarnationsgeschehen eine große und wesentliche Rolle. Die Seele hat einen überwiegenden Einfluss auf Planung und Durchführung einer Inkarnation.” (S. 250)

Varda Hasselmann, Frank Schmolke

Der implizite Glaube allerdings, dass dieser Umstand einer Ungerechtigkeit entspringen könnte, ist natürlich unsinnig. Dass es hingegen genauso gedacht ist, damit genau diese Erfolgserfahrung gemacht werden kann, wird nach dieser Lektüre erst richtig deutlich. Es gibt ein äußerst breites Erfahrungsspektrum, d.h. es können viele Erfahrungen gemacht werden. In der Realität werden sich die Elemente der Erfahrungen, wie sie genau abläuft, trotzdem  unterscheiden. Der Unterrichtsstoff des Lehrplanes ist demnach derselbe, die Lehrer, Mitschüler, Lehrmethoden und Lehreinrichtungen allerdings sind unterschiedlich. Man muss nicht jede Prüfung mit einer Eins bestehen, die Herausforderung anzunehmen ist wichtiger. Es wird noch häufig genug Gelegenheit zur Wiederholung geben.

Nun noch ein paar konkrete Worte zum Buchinhalt. Hasselmann und Schmolke unterteilen, so wie sie es empfangen haben, alle Inkarnationen in fünf Entfaltungszyklen, die nacheinander durchlaufen werden. Somit gibt es eine Säuglings-Seele, Kind-Seele, Junge Seele, Reife Seele und Alte Seele, mit je 7 Unterteilungen.

“Eine Seele verknüpft im Moment ihrer Inkarnation und für die gesamte Dauer dieses Lebens einen umfassenden Inkarnationsplan mit den tatsächlichen Entfaltungsgelegenheiten. […] Die Planung wird  entworfen und angelegt, bevor der Inkarnationsvorgang stattfindet, also vor der Zeugung.” (Seite 44) Vgl. Michael Newton – Die Reisen der Seele.

Während dieser Zyklen werden Erfahrungen gemacht, die in zukünftigen Zyklen dabei helfen weitere Erfahrungen zu erleben und Zusammenhänge zu verstehen. Es fängt beispielsweise damit an, dass Du seelisch verstehen musst, dass alle Handlungen Folgen haben und Du karmische Verpflichtungen eingehst. Das bedeutet reichlich Fehler machen, um daraus zu lernen, wie es bei den Menschenkindern auch ist. Auch Leid zu erfahren ist wichtig, um wirklich zu verstehen, was es bedeutet und was dadurch in einem Menschen passiert. Unbarmherzig sein, unerbittlich strafen, später aber auch auf Racheakte verzichten können; kerngesund, schön und stark oder schwach, gebrechlich und hässlich sein; Reich, mächtig, durch verschiedenen gesellschaftlichen Schichten gegangen zu sein oder nach einem sinnstiftenden Leben zu streben; einen Schicksalsschlag verkraften, irreversibel krank oder praktisch unverwüstlich sein; lernen zu verzeihen, Stabilität im Inneren herstellen können, annehmen und bejahen, Verzicht üben (aus Angst oder Liebe) oder Konfliktsituationen durch Liebesfähigkeit zu lösen. Das alles sind nur wenige der vielen Lehren, die ich als Beispiele aus den 500 Seiten herausgegriffen habe. Aus den jeweiligen Lehren und Eigenschaften, die der jeweilige Zyklus mit sich bringt, stellt sich auch heraus, dass gewisse Berufsgruppen häufig darin vertreten sind. In manchen Nationen sind zudem mehr Seelen der jüngeren Stufe vertreten, als in anderen Gesellschaften. Mehrfach wird auch darauf hingewiesen, dass Intelligenz und das Seelenalter völlig unabhängig voneinander sind. Auch interessant: Nach jedem Zyklus gibt es auch einen darauf ausgerichteten Frage/Antwort Bereich.

Zusammenfassend ein Zitat:

“Menschenseelen inkarnieren sich, um während eines Lebens ihr jeweiliges Entfaltungspotenzial auszuschöpfen und neue Erfahrungen hinzuzugewinnen.” (Seite 44)

Was zeichnet ‚Junge Seelen Alte Seelen‘ besonders aus?

Es ist, im Gegensatz zu Büchern über Nahtoderlebnisse und anderen von mehreren Autoren behandelten Themen, das einzige Buch dieser Art, das mir bisher über den Weg gelaufen ist. Damit meine, dass ich kein anderes Buch kenne, das eine Art Lehrplan für die Seele aufstellt, vor allem nicht in diesem Umfang. Das birgt natürlich in gewisser Weise immer ein Risiko in Bezug auf den Inhalt, der sich nicht unmittelbar mit anderen Büchern ähnlichen Inhalts vergleichen lässt. Allerdings enthält es einige grundlegende Elemente, die auch so in anderen Büchern Bestätigung finden. Mir sind also keine Widersprüche aufgefallen, die den Inhalt des Buches grundlegend infrage stellen würden. Es ist wie bei naturwissenschaftlichen Theorien der Physik, die sich widerspruchsfrei in das Geflecht anderer Theorien einfügen lassen müssen, um Bestand zu haben. In meinen Augen passt der Inhalt sehr gut ins Gesamtbild und ist sogar ein Verbindungsstück zwischen den Gebieten.

Welches elementare Wissen vermittelt ‚Junge Seelen Alte Seelen‘?

Es gibt einen Lehrplan für eine Seele. Je nach Alter und Reifestufe der Seele, gibt es unterschiedliche Herausforderungen und Themen, die eine Seele zu bewältigen hat. Wie auch in unseren Schulen, müssen erst Grundlagen gelernt werden, bevor schwierigere Themen kommen.

© Ulrike von Loeper Fotografie

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Dieses Buch gibt es auch bei Thalia

Junge Seelen Alte Seelen

Gelesene Ausgabe: 1. Auflage, 2016

Verlag: Arkana Verlag

Als ergänzende Lektüre empfohlen

Michael Newton Die Reisen der Seele

Von Berichten über Reinkarnation, wie “Ich hab schon mal gelebt” und “Die zahlreichen Leben der Seele”, wissen wir, dass es mehrere Leben gibt. Die Frage, welchen Weg eine Seele zwischen diesen beiden Zeitpunkten geht, wird in keinem mir bekannten Buch so gut beantwortet, wir es Dr. Michael Newton gelungen ist.

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Elisabeth Kübler Ross Über das Leben und das Leben danach

Frau Dr. Kübler-Ross studierte die Nahtoderlebnisse von 20.000 Menschen. Was sie dabei herausfand, teilt sie in Ihren Vorträgen aus den Jahren 1977 und 1982.

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Neale Donald Walsch Gespräche mit Gott Band 1

Es war einmal 1992, da reichte es Neale Donald Walsch mit seinem Leben. Es stand ihm bis ganz oben. Wie er es damals schon seit Jahren pflegte, schrieb er seine Gedanken und Gefühle in Briefform, ohne sie jemals an jemanden abzuschicken – das dachte er zumindest. Denn in besagtem Jahr schrieb er erneut einen Brief. “Es war ein gehässiger, leidenschaftlicher Brief” (S. 17) und diesmal sollte er eine Antwort erhalten, die ihn in eine dreijährige Konversation verstrickte. Dieses Band 1 trägt den Namen: Ein ungewöhnlicher Dialog.

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