Lesedauer: 4 Minuten

Dieses Buch solltest Du lesen, wenn:

  • Dich interessieren handfeste Berichte zur Reinkarnation

  • Du möchtest wissen, wie sich Reinkarnation belegen lässt

  • Du stehst Reinkarnation skeptisch gegenüber

Worum geht es in ‚Ich hab‘ schon mal gelebt‘?

Schon der erste Satz des Vorwortes von Dr. Elisabeth Kübler-Ross, der Pionierin der Sterbeforschung, lässt erahnen: Das wird ein spannendes Buch. “Am Ende meines Lebens erfahre ich, dass Professor Ian Stevenson die Reinkarnation als Tatsache bewiesen hat.” (S.9, Dr. Elisabeth Kübler-Ross). Warum nun Professor Ian Stevenson, ich dachte Trutz Hardo ist der Autor? Ja, das war das einzige Fragezeichen, das mich über das ganze Buch begleitet hat. Trutz Hardo ist Rückführungstherapeut, Autor verschiedener Bücher und hat hier 33 Fallgeschichten zusammengetragen, von denen ein nicht unerheblicher Teil von genanntem Professor Ian Stevenson stammen. Wer nach dieser Lektüre noch weiterreichendes Interesse hat, kann sich mit dessen Buch “Reincarnation and Biology” auf 1.188 Seiten in 200 Fällen weiter über seine Forschungsergebnisse informieren. Insgesamt hat er bereits über 2.000 Fälle dokumentiert. Dieses Mammut Projekt hebe ich mir derzeit noch auf. Trutz Hardo jedenfalls schlussfolgert in der Einleitung:

Trutz Hardo Ich hab schon mal gelebt

*Werbelink

“Unter Berücksichtigung von Stevensons Forschungsergebnissen wird in diesem Buch der unumstößliche Beweis aus Kindermund geliefert, dass es nicht nur ein jenseitiges Leben nach dem Tod gibt, sondern dass des Menschen Seele über viele Erdinkarnationen hinweg in jeweils einen neuen Körper geboren wird.” Zack, damit setzt er für die folgenden 200 Seiten ein Statement, das es zu erfüllen gilt.

“Am Ende meines Lebens erfahre ich, dass Professor Ian Stevenson die Reinkarnation als Tatsache bewiesen hat.” (Seite 9)

Dr. Elisabeth Kübler-Ross

Angenehm ist, dass es kein langes Vorgeplänkel gibt, lange Definitionen aufgeführt werden, sondern sehr schnell damit begonnen wird, über die Fallbeispiele nacheinander in einzelnen Kapiteln zu berichten. Aus seiner therapeutischen Praxis der Rückführung fügt Trutz Hardo gelegentlich Absätze ein, um zu erläutern, weshalb das eben berichtete von Bedeutung ist. Generell von Bedeutung bei dieser Art über Reinkarnation zu schreiben, ist, dass die Berichte allesamt von Kindern stammen, die zwischen zwei und neun Jahren alt und somit unvoreingenommen sind. Die Begebenheiten ziehen sich über das gesamte 20. Jahrhundert hin. Bei einer Fallgeschichte, die 1912 mit dem einen Leben in einer türkischen Provinz beginnt und 1935 mit einem weiteren Leben fortgesetzt wird, ist also beispielsweise davon auszugehen, dass dieses türkische Kind nicht von Literatur oder Fernsehen beeinflusst wurde.

Wie in der Kategorie “Reinkarnation zu sehen, hatte ich mich bereits mit einigen Büchern aus diesem Bereich beschäftigt. Die Herangehensweise von Professor Ian Stevenson, die Fälle mit wissenschaftlicher Objektivität auszuwerten und nach strengen Kriterien zu beleuchten, gibt diesem Buch die spezielle Note. Vor allem aber ist neu, dass es ihm gelingt, das Leben des “jetzigen” Kindes, anhand dessen Berichte mit dem vorherigen zu verknüpfen. Da es sich in den meisten Fällen um gewaltsam zu Tode gekommene Personen handelt, kann diese Verbindung durch Geburtsmale und Verstümmelungen hergestellt werden, weshalb sein diesem zugrunde liegenden Buch auch “Reincarnation and Biology” heißt.

“Man kann also sagen, dass die Geburtsmale und die Leberflecken eine Landkarte früherer gewalttätiger oder traumatischer Verwundungen sind.” (S. 175)

Der skeptische aber dennoch interessierte Leser könnte sich selber eine Herausforderung setzen. Wobei das im Grunde jeder tun kann, nämlich indem Du Dir die Frage stellst: Wie müsste eine Fallbeschreibung aussehen, dass ich dem Glauben schenken kann? Ein paar Beispiele: Reicht es, wenn ein Kind weiß, wie es im letzten Leben hieß? Wo es gewohnt hat? Wer seine Eltern und Geschwister waren und sie auf Fotos identifizieren kann? Auf welche Art es starb? Wer es getötet hatte? Wo der Mörder noch immer die Leiche und/oder Tatwaffe versteckt hält? Wenn das Kind in einer anderen als der Muttersprache schreiben oder sprechen kann, ohne jemals Kontakt zu dieser Sprache gehabt zu haben? Wenn ein Kind über Verhaltenseigenarten früherer Verwandter berichten kann? Wenn ein Kind mit Verstümmelungen und/oder Muttermalen geboren wurde, die durch genetische Disposition nicht erklärbar sind, aber zu den Verletzungen seines früheren Lebens passen?

Ich weiß allerdings nicht, ob die Kreativität ausreicht, um eine solche Grenze zu ziehen. Mich überkommt jedenfalls immer wieder aufs Neue eine Gänsehaut.

Abschließend gibt Trutz Hardo noch in je 14 Punkten Denkanstöße mit, inwiefern die Erkenntnis, dass dieses Leben nicht Dein einziges Leben ist, sich auf das persönliche Leben auswirkt und wie es sich auf das gesellschaftliche Leben auswirken könnte, sofern alle diese Gedanken verinnerlichten.

Was zeichnet ‚Ich hab‘ schon mal gelebt‘ besonders aus?

Die Mischung aus gut recherchierten Berichten und fachlich ergänzenden Kommentaren, machen aus diesem kurzen Buch einen faszinierenden Ausflug in die Welt der Reinkarnation. Zusätzlich werden spannende Fakten aus der Rückführungstherapie eingestreut, zum Beispiel zum Thema Geschlechterwechsel zwischen Leben, Wiedergeburt in der eigenen Familie, biologisch unerklärliche Konstellationen der Hautfarbe, irrationale Ängste bei Menschen und weitere.

Welches elementare Wissen vermittelt ‚Ich hab‘ schon mal gelebt‘?

Es gibt viele Bücher über Reinkarnation. Häufig haben sie das Problem, dass dem kritischen Leser kein klassischer Beweis geliefert werden kann. Wie es schon Dr. Kübler-Ross in ihrem Vorwort schrieb, findet in diesem Buch jeder seinen Beweis, durch die einzigartige Kombination aus dem Wissen der Kinder und dem ergänzenden Puzzlestück, das ihre Körper oft bereithalten.

© Ulrike von Loeper Fotografie

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Dieses Buch gibt es auch bei Thalia

Ich hab' schon mal gelebt

Gelesene Ausgabe: 1. Auflage, 2014

Verlag: Silberschnur Verlag

Als ergänzende Lektüre empfohlen

Brian Weiss Die zahlreichen Leben der Seele

Mit diesem Buch hältst Du eines der früheren Bücher in der Hand, das ein Wissenschaftler über Reinkarnation verfasst hat. Da die Worte “Wissenschaft” und “Reinkarnation” auch heute noch eher selten in einem Satz auftauchen, ist dieser Erfahrungsbericht eines international anerkannten Wissenschaftlers äußerst spannend und vertrauenswürdig.

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